Ein Abend für Talente

Ein Abend für Talente
Insgesamt 22 strahlende Schülerinnen und Schüler aus den 7. Klassen der Realschule Abensberg kamen Ende des Jahres im festlich dekorierten Karmelitensaal des Aventinums zusammen. Sie waren die ersten Stipendiaten, die sich über das neu geschaffene Turmair-Stipendium der Realschule Abensberg freuen durften. Mit dabei: ihre Eltern, Ehrengäste wie Landrat Martin Neumeyer oder Abensbergs zweiter Bürgermeister Dr. Heinz Kroiss sowie Vertreter der fünf Bildungsstifter, die das Stipendiatenprogramm finanzieren.
Die Veranstaltung begann mit einem Empfang, für den die Talentgruppe der Schule ein Catering vorbereitet hatte. Während die Gäste die Häppchen genossen, sorgten Martin Kainz am Klavier und Martin Brunner am Flügelhorn für einen würdigen musikalischen Rahmen. Der feierliche Auftakt spiegelte den besonderen Anlass wider: Die Gründung eines Stipendienprogramms, das sowohl schulische Leistungen als auch persönliche Eigenschaften würdigt.
Förderung junger Talente
Das Turmair-Stipendium wurde durch die Initiative des Fördervereins unter der Leitung von Niklas Neumeyer und Daniel Ritz ins Leben gerufen. Unterstützt von fünf regionalen Unternehmen – SMP/Motherson, LyondellBasell, Glatt Maschinenbau, Stanglmeier Bauunternehmung und der Kuchlbauer Brauerei – konnten insgesamt 11.000 Euro aufgebracht werden. Damit konnte an 22 Schüler ein mit jeweils 500 Euro dotiertes Stipendium vergeben werden. Die Förderung ist zweckgebunden und wird in Bildungsausgaben investiert. Landrat Martin Neumeyer betonte in seiner Rede die symbolische Bedeutung des Namensgebers des Stipendiums: „Dass gerade Johann Turmair dem Stipendium seinen Namen gibt, das passt besonders gut. Er war Universalgelehrter, Humanist und Pädagoge. Ein sehr gutes Vorbild für ein Stipendium.“
Mehr als nur gute Noten
Schulleiter Dr. Peter Spateneder hob in seiner Ansprache hervor, dass die Auswahl der Stipendiaten nicht nur auf Basis von Schulnoten erfolgte: „Ihr wart nicht nur die Besten bei den Noten, sondern uns hat auch eure Persönlichkeit überzeugt. Ihr seid nicht nur klug und leistungsstark, sondern auch hilfsbereit, zuverlässig und engagiert. Mit einem Wort: Vorbilder für andere.“ Deshalb spielten im Auswahlprozess Kreativität, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und andere persönliche Kompetenzen eine ebenso große Rolle wie die Noten.
Die Stipendiaten sollen nicht nur individuell gefördert werden, sondern sie sollen zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. „Durch die langfristige Bindung der Partner“, so Projektleiterin Aslihan Richter, „können wir künftig jedes Jahr etwa 15 bis 20 Stipendien vergeben. So wird in den nächsten vier Jahren ein Netzwerk aus etwa 75 Turmair-Stipendiaten entstehen, das von Exkursionen, Workshops und gemeinsamen Aktivitäten lebt.“
Auch der Förderverein möchte mit dem Programm ein Zeichen dafür setzen, dass sowohl schulische Leistung als auch soziale Kompetenz gesehen und gefördert werden, so Vorstand Daniel Ritz: „Wir ermöglichen gemeinsam mit der Schule und den fünf Bildungsstiftern 22 jungen, motivierten Schülerinnen und Schülern nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zugang zu einem besonderen Netzwerk.“
Stimmen der Stipendiaten
Unter den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern war auch Aela Uka aus der Klasse 7c, die sich sichtlich freute: „Ich freue mich riesig über das Stipendium! Es zeigt mir, dass sich die ganze Lernerei und mein Einsatz in der Schule gelohnt haben. Danke an den Förderverein und die Firmen, dass sie uns an der Realschule Abensberg diese tolle Möglichkeit geben!“
Auch ihre Mutter zeigte sich dankbar: „Wir sind unglaublich stolz auf unser Kind. Das Stipendium ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch eine Motivation für die Zukunft. Vielen Dank an alle Beteiligten!“
Ein langfristiges Projekt von Schule und Wirtschaft
Niklas Neumeyer, Vorsitzender des Fördervereins, sprach von einem gelungenen Auftakt: „Die Premiere der Stipendien ist gelungen. Dieses Projekt ist keine Eintagsfliege, sondern eine langfristige Verbindung zwischen Wirtschaft, Schule und Schülern.“ Besonders hob er die Bereitschaft der regionalen Unternehmen hervor, die das Stipendium durch ihre finanzielle Unterstützung möglich gemacht haben. Bildungsstifter Alexander Schäffler von LyondellBasell erläuterte die Motivation seiner Firma: „Die Johann-Turmair-Realschule ist eine große Stütze für uns als Arbeitgeber in der Region. Daher ist es mir eine Ehre, die nächste Generation der klugen und sozial engagierten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu unterstützen.“
Privileg und Verantwortung
Schulleiter Dr. Spateneder fasste es treffend zusammen: „Eure besondere Begabung ist nicht nur ein Privileg, sondern auch eine Verantwortung. Nutzt sie, um eure Träume zu verwirklichen und die Welt um euch herum in Eurer Klasse, eurer Familie, eurem Freundeskreis zu einem besseren Ort zu machen.“ Mit diesem Auftrag gehen die ersten Turmair-Stipendiaten in ihre gemeinsame Zukunft – als starke Talente, die nicht nur ihre eigenen Wege gestalten, sondern auch Vorbilder für andere sind.
Zum Foto: Zusammen mit Landrat Neumeyer, den fünf Bildungsstiftern, Förderverein und Schulleitung wurden im Karmelitensaal des Aventinums die 22 neuen Stipendiaten zusammen mit ihren Eltern geehrt und in das neue Stipendiumprogramm der Johann-Turmair-Realschule aufgenommen. (Bild Stefanie Adler).
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Veröffentlicht von Ingo Knott , 01.01.2025