Viel Regen, trotzdem schön

Viel Regen, trotzdem schön

Viel Regen, trotzdem schön

Abensberger Delegation war in Lonigo.


Überaus herzliche Aufnahme der Abensberger Delegation in Lonigo! In der Partnerstadt Lonigo fand die Fiera, die größte landwirtschaftliche Ausstellung Oberitaliens statt. In diesem Jahr präsentierten rund 500 Aussteller von Donnerstag bis Montag eine breite Palette von den Dingen des häuslichen Bedarfs bis hin zu High-Tech-Maschinen für die Landwirtschaft und den Weinanbau. Dazu kommen noch eine Reihe Gastronomie-Betriebe sowie Dutzende von Verkaufsständen mit Spezialitäten der Region wie Backwerk, Käse, Wurst und Wein. Anders als in den Vorjahren gab es keine warme Frühlingssonne, sondern Dauerregen.


Schon zum 539. Mal fand die Fiera in Lonigo statt, die ihren Ursprung in einem Pferdemarkt im Jahre 1486 hat. Viele Jahrhunderte hatte das Pferd in der Landwirtschaft eine außergewöhnliche Bedeutung, Lonigo war eine Hochburg der Pferdezucht für ganz Italien. Seit 40 Jahren ist nun eine große Landwirtschaftsausstellung dazugekommen, die an den vier Tagen Zehntausende von Besuchern aus ganz Oberitalien verzeichnen kann. Regelmäßig sind mit dem Fest auch eine Kunstausstellung sowie weitere Präsentationen verbunden.

Auch die Feuerwehr war mit dabei
Zur Eröffnung der Fiera im Ippodromo, der historischen Pferderennbahn, war eine große  Delegation aus Abensberg anwesend, 2. Bürgermeister Heinz Kroiss, Partnerschaftsreferent Peter Hübl, Niklas Neumeyer, Kulturreferent und Vorsitzender des Stadtverbandes, die Stadträte Christian Obermeier, Dietmar Schweiger und Hans Zirngibl, die Dirndlköniginnen Sophia Kellner und Lisa Niebler sowie Spargelkönigin Nora Aunkofer. Das Abensberger Bierzelt bewirtschafteten die Aventinus Buam, außerdem nahm eine Abordnung der Abensberger Feuerwehr unter Führung von Michael Weber mit Fahne am Festzug teil. Angeführt von der Stadtkapelle Lonigo zog man am Samstag anders als in den Vorjahren nicht bei herrlichem Sommerwetter sondern mit einem Heer von Regenschirmen ins Messegelände. Außer beim Festgelände der Alpini wurde auf die Eröffnung durch das Durchschneiden der Festbänder verschiedener Stände und Ausstellungen wegen des Regenwetters verzichtet.

Partnerschaft als Brücken der Begegnung
Nach einem verkürzten Rundgang, dem Abspielen der Hymnen und dem Hissen der Flaggen ging es ins große Festzelt. Die Reihe der Ansprachen eröffnete Sindaco PierLuigi Giacomello, der sich über den zahlreichen Besuch sowie über einen abzusehenden Erfolg der Fiera freute. „Wir wollen uns auf unsere Stärken besinnen und mutig neue Wege gehen“, sagte der Bürgermeister, dies sei auch der einheitliche Tenor bei allen Vorbereitungen gewesen. „Wir leben in einer Zeit der Instabilität mit großen Herausforderungen und Unsicherheiten“, sagte 2. Bürgermeister Heinz Kroiss. Diese Unsicherheiten machten vielen Menschen Angst. Das führe dann oft zu dem Reflex, sich einzuigeln und von allem Fremden abzugrenzen. Die Städtepartnerschaft sei ein Gegenmodell dazu. Man brauche in der Welt nicht mehr Mauern, sondern mehr Brücken für die Menschen zur Begegnung.

Überaus harmonisch
Städtepartnerschaftsreferent Peter Hübl erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft und die vielen Begegnungen und drückte seine Freude über die überaus harmonischen Beziehungen zwischen den beiden Partnerstädten aus, „gemeinsam sind wir stark!“. Im Mittelpunkt der folgenden Ansprachen von Repräsentanten der Regionalregierung von Venetien und der Provinz Vicenza, der Senatorin, der EU-Abgeordneten, dem Vertreter der Handelskammer und dem Kommandanten des amerikanischen Militärstützpunkts Vicenza standen neben wirtschaftlichen und politischen Themen vor allem die ökologischen Probleme der Landwirtschaft, die unsichere Weltlage und die kriegerischen Auseinandersetzungen. Abschließend spendete Monsignore Don Dino den kirchlichen Segen. Unter den Ehrengästen sah man auch viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Provinz Vicenza.

Abensbergs Regenschirme
Bei einem abendlichen Festessen im Kloster San Daniele betonten beide Seiten das gute Miteinander. Als Gastgeschenk hatte Peter Hübl unter anderem auch die schönen Abensberger Regenschirme mitgebracht, was bei der Überreichung zu großer Heiterkeit führte. Eine Freude für die Abensberger war das Wiedersehen mit Altbürgermeister Giuseppe Boschetto, mit dem man 1999 die Partnerschaft abgeschlossen hatte. Boschetto ist nach wie vor sehr um die Partnerschaft bemüht und hält guten Kontakt zu seinen Abensberger Freunden. Zum Gillamoos will man mit einer größeren Delegation kommen, sagte Sindaco Giacomello.


Im Foto oben die Bierprobe im Festzelt der Aventinus Buam: (v. l.) 2. Bürgermeister Dr. Heinz Kroiss, Dirndlkönigin Sophia Kellner, Peter Hübl, Spargelkönigin Nora Aunkofer, PierLuigi Giacomello. Im erstren Bild der Galerie überreicht Peter Hübl einen Abensberger Schirm an den Präsidenten des Stadtrates Pierluigi Marcolin; PierLuigi Giacomello (2.v.r.) schaut amüsiert zu. (Beide Bilder: Peter Hübl) Zwei weitere Aufnahmen von Niklas Neumeyer.

 



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Veröffentlicht von Ingo Knott , 31.03.2025
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