Energie und Mobilität

im Jahr 2015

... hat der Landkreis erstmals den Klimaschutz-Wettbewerb ausgerufen; die Stadt Abensberg hat sich damals mit dem CO2-freien Betreuungs- und Bildungszentrum an der Römerstraße (Motto:„CO2-frei vom ersten Lebensjahr bis zum Schulabschluss“) beworben, als Schulprojekt haben wir als Sachaufwandsträger für die Mittelschule das Ape-Solarprojekt ins Rennen geschickt. Beide Projekte haben in ihrer Kategorie damals gewonnen, das Abensberger Unternehmen Gammel Engineering gehört ebenfalls zu den Preisträgern 2015.

im Jahr 2017

... hat der Landkreis den Preis erneut ausgerufen, abermals hat sich die Stadt Abensberg beteiligt. Heuer haben wir uns die Kyoto-Vorgaben genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass die Stadt Abensberg erheblich weiter ist, als damals weltweit vereinbart. Soll heißen: tatsächlich beginnt die Energiewende „vor Ort“. 2008 registrierte die Stadt 284 PV-Anlagen, 2016 sind es 1.133 Anlagen, die insgesamt 20.670 Megawattstunden Strom produzierten. Der Anteil regenerativer Energien liegt damit in Abensberg bei 61,5 Prozent. Dies bedeutet rechnerisch, dass die Abensberger im Jahr 2016 insgesamt 12.670 Tonnen CO2 Ausstoß eingespart haben

Energiewende

Die Stadt Abensberg bemüht sich seit rund 20 Jahren um eine ganzheitliche Energiereduzierung. Die Stadt investierte in großem Umfang, um die Grundlagen für ein klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen. Weitreichende Erfolge konnten bereits erzielt werden: der CO2-Ausstoß wurde drastisch reduziert, der Stromverbrauch und die Heizkosten sind gesunken.
Das ehrgeizige Ziel der Babonenstadt heißt: 2030 vollkommene Energieautarkie.

Seit Jahren existieren Heizverbünde in Abensberg zwischen Bauhof, Jugendzentrum und Kläranlage sowie zwischen Grundschule, Mittelschule, Kinderkrippe und Kindergarten.

Die Stadtwerke Abensberg prüfen ständig neue Möglichkeiten, um Nahwärmenetze aufzubauen.

Die städtische Nahwärmeversorgung der Altstadt mit einer Heizzentrale am Altstadtrand wurde unterirdisch errichtet, sodass diese optisch kaum in Erscheinung tritt und das Ensemble der historischen Altstadt nicht stört.

Die Anlage ist auf eine Spitzenleistung von 1000 kW Wärme ausgelegt. Die Wärmegrundlast wird mit einem Holzpelletkessel erzeugt, die Spitzenlasten werden zusätzlich mit einer Gaskesselanlage bedient.

Bei der momentanen Auslastung wird die Anlage bereits 2.000.000 kWh Wärme erzeugen und dadurch im Vergleich zu Einzelheizungen ca. 648 to / a CO2 einsparen. Die weitere Erschließung der Altstadt erfolgt auf Nachfrage der Anlieger. Die geplanten Nahwärmeleitungen werden ca. 65% des Altstadtbereichs abdecken.

Das zweite städtische Nahwärmenetz befindet sich in der Stadionstraße. Angeschlossen daran sind die Turnhalle und die Vereinsgaststätte des TSV sowie drei Mehrfamilienhäuser.
Momentan werden durch diesen Heizverbund ca. 135 to / a CO2 eingespart.
Produziert werden in dieser Anlage 685 kW Wärme. Ausreichend Kapazitäten nach oben sind vorhanden.

Interessierte Anlieger, die sich dem Heizverbund anschließen möchten, können sich jederzeit vom städtischen Nahwärmeberater Heribert Eichstädter beraten lassen.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft betreibt aktuell 12 Photovoltaikanlagen in Abensberg mit einer Gesamtleistung von 331,40 kW.

Da die Photovoltaikanlagen die Stadtentwicklungsgesellschaft betreibt, kommt der finanzielle Ertrag, der z.B. im Jahr 2011 ca. 235.000 € betrug, allen Abensberger Bürgern zugute.

Zusammen mit den privaten Photovoltaikanlagen wird in Abensberg das 5,2-fache / Einwohner an Solarstrom im direkten Vergleich zum Bundesdurchschnitt produziert.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft baut die Solarstromproduktion kontinuierlich aus.

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